Editorial

This is an article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License CCBY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

TATuP Bd. 26 Nr. 1–2 (2017), S. 3, http://dx.doi.org/10.14512/tatup.26.1-2.3

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, so lautet ein viel zitierter Satz von Hermann Hesse. Ich hoffe, Sie haben einen Hauch dieses Zaubers gespürt, als Sie das Heft aufgeschlagen haben, ob nun mit der Hand oder mit einem Klick. Vielfältige konzeptionelle Überlegungen und Abwägungen, langwierige Beratungsprozesse und Aushandlungen, schließlich die Schritte zur Umsetzung der neuen TATuP sind damit ans Ziel gekommen. Ich danke allen Beteiligten aus der TATuP-Redaktion, dem ITAS, dem Netzwerk TA und dem oekom verlag für Ausdauer, Kreativität, Geduld und Engagement. Und natürlich hoffe ich, dass sich das alles in den Augen der Leserinnen und Leser gelohnt hat, denn dafür haben wir diesen Prozess unternommen.

Im Ergebnis sehen Sie die TATuP in mehrfach neuem Gewand. Offenkundig sind zunächst das neue und moderne Layout, mehr Farbe und einige Veränderungen bei den Rubriken. Nicht ganz so offenkundig, aber ein großer Schritt, ist die Einführung des Begutachtungsverfahrens für die Beiträge in den Rubriken Thema und Forschung, die damit wissenschaftlich aufgewertet werden. Die institutionelle Struktur wurde den Erfordernissen einer modernen Fachzeitschrift angepasst. Die TATuP hat nun einen Herausgeberkreis und einen Beirat, deren Zusammensetzung Sie der Umschlaginnenseite entnehmen können. In diesen Organen übernehmen Mitglieder aus dem Netzwerk TA Verantwortung für die weitere strategische und inhaltliche Ausrichtung der Zeitschrift, z. B. für die Festlegung von Inhalten der Rubrik Thema, die den Schwerpunkt jedes Heftes bildet. Dadurch stärkt die TATuP ihre zentrale Rolle als wissenschaftliche Fachzeitschrift der TA-Community.

Kontinuität gibt es dagegen in anderer Hinsicht: Die TATuP bleibt frei verfügbar. Sie ist als Open-Access-Zeitschrift online frei zugänglich, und Sie können die TATuP weiterhin kostenfrei als gedrucktes Heft abonnieren. Dies entspricht dem Selbstverständnis der TA-Community, die sich nicht in abgeschottete Räume zurückziehen will, sondern sich offensiv auch an die interessierte Öffentlichkeit wendet und die somit „heiter Raum um Raum durchschreitet“.

Und genau dazu passend wurde das Schwerpunktthema für diese erste TATuP in neuem Gewand ausgesucht: Open Science aus der Perspektive der TA. Die Demokratisierung des Zugangs zu Wissen ist ein TA-Thema seit Jahrzehnten. Die Open-Science-Bewegung bietet hierzu neue Möglichkeiten, in der Regel IT-gestützt. Freilich sind auch Ambivalenzen und Unsicherheiten über die weitere Entwicklung zu beobachten – womit die TA in ihrem Element wäre.

 

Viel Freude beim Lesen!

Armin Grunwald

Armin Grunwald

Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), Karlsruhe

(armin.grunwald@kit.edu)