Von Onlineplattformen und mittelalterlichen Märkten

Gleichgewichtsmodelle und agentenbasierte Modellierung zweiseitiger Märkte

Abstract

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung ökonomischer
Systeme haben plattformbasierte Interaktionsbeziehungen stark an
Bedeutung gewonnen. Hier werden zwei oder mehr Nutzungsgruppen
durch eine dritte Seite, die Plattform, zusammengebracht. Die Interaktion
wird in solchen zweiseitigen Märkten von den Plattformbetreibern
kontrolliert. Kreditkartensysteme, Softwaremärkte oder werbefinanzierte
Online-Communities stellen typische Beispiele dar. Da die Analyse
von zweiseitigen Märkten mit Gleichgewichtsmodellen aufgrund
der algebraischen Struktur des Problems in der Regel nicht praktikabel
ist, präsentieren wir im vorliegenden Beitrag ein agentenbasiertes
Modell, welches in einem kürzlich erschienenen Artikel ausführlicher
diskutiert wird. Anhand von illustrativen Beispielen verdeutlichen
wir die Implikationen eines agentenbasierten Ansatzes für die Innovationsökonomik
im Allgemeinen und das Studium von Technologieentwicklung
im Besonderen.

Veröffentlicht
18.12.2017
Ziterweise
GRÄBNER, Claudius; HEINRICH, Torsten. Von Onlineplattformen und mittelalterlichen Märkten. TATuP Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis, Karlsruhe, Jg. 26, Nr. 3, S. 23-29, Dez. 2017. ISSN 2199-9201. Verfügbar unter: <http://www.tatup.de/?journal=tatup&page=article&op=view&path%5B%5D=62>. Datum des Zugriffs: 16 Jan. 2018. DOI: https://doi.org/10.14512/tatup.26.3.23.