TAB-News

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TAB-Berichte im Bundestag

Die TAB-Berichte „Leichter als Luft-Technologie: Innovations- und Anwendungspotenziale“ (BT-Drs. 15/5507) und „Partizipative Verfahren der Technikfolgen-Abschätzung und parlamentarische Politikberatung“ (BT-Drs. 15/5652) wurden am 5. April im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung abschließend beraten und ohne Debatte zur Kenntnis genommen.

Für den TAB-Bericht „Zukunftstrends im Tourismus“ (BT-Drs. 16/478) und den zweiten Sachstandsbericht „Biometrie und Ausweisdokumente“ (BT-Drs. 15/4000) steht die Überweisung vom Plenum zur Beratung in den Ausschüssen weiterhin aus.

Auf seiner Sitzung am 31. Mai 2006 hat sich der Unterausschuss Neue Medien für eine zustimmende Kenntnisnahme des TAB-Berichts „Internet und Demokratie Analyse netzbasierter Kommunikation unter kulturellen Aspekten“ (BT-Drs. 15/6015) ausgesprochen. Die wesentlichen Ergebnisse des Berichtes wurden von Christopher Coenen, einem Mitautor des Endberichtes, im Unterausschuss vorgestellt. Die anschließende ausführliche Diskussion ergab, dass innerhalb der Fraktionen weiterer Handlungsbedarf bei verschiedenen Themen und Ergebnissen des Berichts gesehen wird. Die weitere Beratung im Ausschuss für Kultur und Medien (federführend) steht noch aus. Der mitberatende Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat sich bereits für eine Kenntnisnahme ausgesprochen.

Der Endbericht des TAB „Grüne Gentechnik Transgene Pflanzen der 2. und 3. Generation“ ist als Bundestags-Drucksache veröffentlicht worden (BT-Drs. 16/1211). Eine Überweisung an die Ausschüsse steht noch aus. Als ersten Schritt im Prozess der weiteren Diskussion und Beratung der Berichtsergebnisse veranstalteten der Forschungsausschuss und das TAB am 22. Juni ein öffentliches Fachgespräch, das große Resonanz fand (s. u.).

Zum TAB-Projekt „Moderne Agrartechniken und Produktionsmethoden ökonomische und ökologische Potenziale“ wurden zwei Berichte vorgelegt. Der erste Bericht „Alternative Kulturpflanzen und Anbauverfahren“ wurde am 5. April und der zweite Bericht „Precision Agriculture“ wurde am 10. Mai im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung abgenommen. Zu Letzterem wurden von der Projektleiterin Christine Rösch in der Ausschusssitzung die wesentlichen Ergebnisse vorgestellt. Daran schlossen sich die Stellungnahmen der Berichterstatter für TA und eine Diskussion an.

Der TAB-Bericht „Potenziale und Anwendungsperspektiven der Bionik“ wurde am 31. Mai im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ohne Präsentation abgenommen. Diese wird voraussichtlich nach der Sommerpause erfolgen. Die drei Berichte „Alternative Kulturpflanzen und Anbauverfahren“, „Precision Agriculture“ und „Potenziale und Anwendungsperspektiven der Bionik“ werden momentan zur Veröffentlichung als Bundestags-Drucksache vorbereitet.

 

 

Öffentliches Fachgespräch über „Zukunftspotenziale der Grünen Gentechnik“

Die Ergebnisse des TAB-Berichts „Grüne Gentechnik Transgene Pflanzen der 2. und 3. Generation“ waren einen ganzen Nachmittag lang Gegenstand einer gemeinsamen Veranstaltung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und des TAB. Der Einladung zu diesem öffentlichen Fachgespräch über „Zukunftspotenziale der Grünen Gentechnik“, das am 22. Juni 2006 stattfand, folgten trotz Fußballweltmeisterschaft und laufender Haushaltsdebatte des Bundestages etwa 90 Gäste – darunter wichtige Vertreter der deutschen, auf diesem Gebiet engagierten Industrie (u. a. BASF, Bayer), aus Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen, aus Ministerien und Behörden, aber auch von Verbraucher- und Umweltverbänden. In drei Themenblöcken („Lösungspotenziale und Marktchancen nutzungsveränderter transgener Pflanzen“; „neuartige Sicherheits- und Regulierungsfragen“; „Forschungsförderung und politischer Diskurs“) präsentierte Projektleiter Arnold Sauter (zum ersten Thema gemeinsam mit Bärbel Hüsing) jeweils zentrale Ergebnisse des TAB-Berichts. Danach stellten Referenten aus Wirtschaft, Regulierungsbehörden und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ihre Sichtweise der TAB-Ergebnisse sowie eigene einschlägige Aktivitäten zur Debatte. Erwartungsgemäß betonten die anwesenden Wirtschaftsvertreter, dass ihre Einschätzung der ökonomischen Potenziale positiver ausfalle als die eher zurückhaltende Prognose des TAB-Berichts, erkannten aber die Gründlichkeit der Analyse an. Einige Statements aus dem Publikum entsprachen der bekannten Pro- und Kontra-Rhetorik, die meisten Reaktionen wie auch die Stellungnahmen der Fraktionen schlugen jedoch einen erfreulich sachlichen Ton an und bestätigten damit das Motto des TAB-Berichtes, das lautet: „Mehr Rationalität in die Debatte bringen!“ So begrüßte z. B. die deutsche Fachgesellschaft der Biologen („vdbiol“) „ausdrücklich die Chance zur Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion über die Anwendungspotenziale und Sicherheitsaspekte der grünen Gentechnik“. Die eigentliche parlamentarische Behandlung des TAB-Berichts kann nach der Sommerpause beginnen: Die Ausschussvorsitzende, MdB Ulla Burchardt, hob ihr großes Interesse an einer ausführlichen Beratung der Handlungsoptionen des TAB-Berichts hervor, die sich v. a. auf die nationale und europäische Forschungspolitik sowie auf Regulierungsaspekte beziehen.

 

 

Neue Themen – das TAB sucht Gutachter

Seit Beginn des Jahres läuft ein breit angelegtes Findungsverfahren für neue TAB-Themen. Eine Anfrage an die Fraktionen und Ausschüsse im Deutschen Bundestag hat Vorschläge für insgesamt 34 Themen erbracht. Das TAB hat Stellungnahmen zu den Anträgen erarbeitet und Vorschläge für ihre Bearbeitung unterbreitet.

Auf seiner Sitzung am 28.06.2006 beschloss der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestags die folgenden 12 Themen:

  1. E-Petition,
  2. CO2-Abscheidung und -Lagerung bei Kraftwerken,
  3. Gendoping,
  4. Energiespeicher,
  5. Energiepflanzen,
  6. Virtuelle Schule,
  7. Ubiquitäres Computing,
  8. Blockaden neuer Technologien,
  9. Klinische Studien und Neue Wirkstoffe,
  10. Medizintechnik,
  11. Unbemannte Plattformen,
  12. Behinderungskompensierende Technologien.

Die Bearbeitung ist für die nächsten zwei Jahre vorgesehen. Ein Teil dieser Projekte soll bereits kurzfristig beginnen. Hierzu sucht das TAB Gutachter. Momentan liegen zu den folgenden Projekten Informationen zur Gutachtersuche vor:

Die entsprechenden Spezifikationen können auf dem Web-Server des TAB unter http://www.tab-beim-bundestag.de/de/jobs.htm abgerufen werden.

 

 

Neue Veröffentlichungen

TAB-Arbeitsbericht Nr. 103

„Alternative Kulturpflanzen und Anbauverfahren“ (Verfasser: Rolf Meyer), Juni 2005

Der erste Sachstandsbericht zum TA-Projekt „Moderne Agrartechniken und Produktionsmethoden ökonomische und ökologische Potenziale“ beschäftigt sich mit Nutzungsmöglichkeiten, Entwicklungsstand und Perspektiven sowie ökologischen Aspekten alternativer Kulturpflanzen (z. B. Crambe) und Anbauverfahren (z. B. Mischanbau von Körnerfrüchten). Die Ergebnisse zeigen, dass alternative Kulturpflanzen kaum züchterisch bearbeitet sind und sie wegen unzureichender Ertragsleistung und Wirtschaftlichkeit zurzeit nur in geringem Umfang bevorzugt auf ertragsschwachen Standorten angebaut werden. Aufgrund der Anspruchslosigkeit und extensiven Bewirtschaftung alternativer Kulturpflanzen könnte jedoch eine Ausweitung ihres Anbaus zur Erhöhung der Agrobiodiversität beitragen. Das Streben nach hoher ökonomischer Effizienz im Pflanzenbau und teilweise auch die gestiegenen Anforderungen der Abnehmer haben alternative Anbauverfahren (wie den Mischanbau von Körnerfrüchten) weitgehend aus der konventionellen Landwirtschaft verdrängt. Die Auswertung wissenschaftlicher Untersuchungen und praktischer Erfahrungen zeigt jedoch, dass der Einsatz alternativer Anbauverfahren zur stärkeren Ökologisierung der konventionellen Agrarproduktion und insbesondere zu einer Verringerung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln führen würde.

Der Gesamtbericht, die Zusammenfassung sowie eine Kurzinformation stehen als pdf-Dateien zur Verfügung ( http://www.tab-beim-bundestag.de/de/arbeitsberichte.htm). Druckexemplare liegen in begrenzter Auflage vor.

TAB-Arbeitsbericht Nr. 106

„Precision Agriculture“ (Verfasser: Christine Rösch, Marc Dusseldorp, Rolf Meyer), Juni 2005

Precision Agriculture (PA) ist ein innovatives Managementkonzept der pflanzlichen Produktion, das auf verschiedenen neuen oder weiterentwickelten Technologien aufbaut. Dazu gehören insbesondere satellitengestützte Ortungs- und sensorbasierten Erfassungssysteme. Vom PA-Einsatz erhofft man sich sowohl eine Verringerung der Umweltbelastungen durch die präzisere Ausbringung von Dünge- bzw. Pflanzenschutzmitteln als auch eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Pflanzenproduktion und eine vereinfachte Dokumentation betrieblicher Maßnahmen. Der zweite Sachstandsbericht zum TA-Projekt „Moderne Agrartechniken und Produktionsmethoden – ökonomische und ökologische Potenziale“ enthält Analysen zu den ökonomischen und ökologischen Potenzialen einer Landbewirtschaftung mit PA sowie Handlungsmöglichkeiten bei Forschung und Entwicklung, bei Nachhaltigkeits- und Folgenanalysen sowie bei der Diffusion von PA.

Die Zusammenfassung sowie eine Kurzinformation werden demnächst als pdf-Dateien ( http://www.tab-beim-bundestag.de/de/arbeitsberichte.htm) zur Verfügung stehen. Druckexemplare in begrenzter Auflage sind in Vorbereitung.

TAB-Arbeitsbericht Nr. 105

„eLearning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung“

(Verfasser: Peter Georgieff, Simone Kimpeler, Christoph Revermann), März 2006

Die Möglichkeiten des „eLearning“ werden das berufliche Bildungswesen insgesamt vermutlich auf vergleichbare Weise verändern wie das „eBusiness“ die Wirtschaft bereits verändert hat. Jedoch wird eLearning andere etablierte Bildungsinstrumente nicht völlig verdrängen, sondern es steht vielmehr für eine qualitative Ergänzung. Der Bericht verdeutlicht, dass Aufbereitung, Darstellung und Qualität der eLearning-Inhalte die entscheidenden Erfolgsfaktoren sowohl für die Vermittler als auch die Lernenden bilden. Im betrieblichen Alltag wird sich eLearning nur dann nachhaltig durchsetzen, wenn die Akzeptanz und die Implementierung gesichert sind und die eLearning-Angebote allen Beteiligten den gewünschten Mehrwert bieten. Dazu bedarf es solcher Instrumente, die die Qualität des eLearning-Contents schon bei der Entstehung bzw. im Einsatz gewährleisten. Erst wenn diese Hürden genommen sind, könnte eLearning sein ganzes Potenzial für die berufliche Aus- und Weiterbildung entfalten.

Der neue Sachstandsbericht (ebenso wie die Zusammenfassung) zum Monitoring eLearning ist als pdf-Version abrufbar, ( http://www.tab-beim-bundestag.de/de/arbeitsberichte.htm) sowie als Druckexemplar verfügbar.

 

 

Die Druckexemplare des TAB können schriftlich per E-Mail oder Fax beim Sekretariat des TAB bestellt werden:

Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag
Neue Schönhauser Straße 10
10178 Berlin
Fax: +49 (0) 30 / 28 49 11 19
E-Mail: mailto:buero∂tab-beim-bundestag.de
Internet: http://www.tab-beim-bundestag.de

(Dagmar Oertel)