Technikfolgenakademie Bad Neuenahr gegründet

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Technikfolgenakademie Bad Neuenahr gegründet

Am 11.3.1996 wurde die "Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler" (TA-Akademie Bad Neuenahr) gegründet. In der gemeinsamen Pressemitteilung des BMBF, des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz und der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt e.V. heißt es dazu:

"Das Land Rheinland-Pfalz und die DLR haben heute die 'Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler' als GmbH mit Sitz in Bad-Neuenahr-Ahrweiler gegründet. Für die Akademie stehen jährlich bis zu 3 Mio. DM bereit, die zu gleichen Teilen vom BMBF im Rahmen seiner Projektförderung und vom Land Rheinland-Pfalz als Gesellschafter getragen werden. Die DLR beteiligt sich durch die Bereitstellung von mehreren Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter und durch administrative Unterstützung. Durch Grundausstattung und Projektförderung können bis zu 30 Wissenschaftler finanziert werden.

Die Akademie wird ihren Schwerpunkt auf die Untersuchung und Beurteilung von Auswirkungen zukünftiger wissenschaftlich-technischer Entwicklungen aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie aus der Medizin legen. Sie wird Zukunftsthemen in wissenschaftlicher Unabhängigkeit diskutieren und eine Stätte des - nationalen und internationalen - Dialogs von Wissenschaft, Kultur, Politik und Gesellschaft sein. Die europaorientierten Themen werden auch Fragen umfassen, die mittel- und osteuropäische Staaten betreffen. Die Akademie wird vor allem im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten, deren Themen sie nach Beratung durch einen wissenschaftlichen Beirat festlegt. Interdisziplinäre Arbeitsgruppen werden Ergebnisse aus Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie medizinischen Disziplinen mit thematisch einschlägigen Untersuchungen aus Philosophie, Rechtswissenschaften und den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zusammenführen. Die neue Akademie wird mit Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowohl aus der Region als auch aus dem Ausland kooperieren. Die Einbindung in ein breites aktuelles Forschungsspektrum wird durch ein Programm für Gastwissenschaftler und wissenschaftlichen Nachwuchs gewährleistet.

Als Direktor der Akademie wird Prof. Dr. Carl Friedrich Gethmann berufen. Er vertritt an der Universität Essen das Fach Philosophie mit dem Schwerpunkt Angewandte Philosophie. Prof. Gethmann ist durch wegweisende Arbeiten zu ethischen Fragen von Wissenschaft und Technik ausgewiesen."

(Quelle: Pressemitteilung)

Die TA-Datenbank-Nachrichten werden in ihrem nächsten Heft ausführlich über die Neugründung berichten.