Von Onlineplattformen und mittelalterlichen Märkten

Gleichgewichtsmodelle und agentenbasierte Modellierung zweiseitiger Märkte

Schlagworte: two-sided markets, network externalities, agent-based computational economics, heuristic decision making, reinforcement learning

Abstract

Mit der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung ökonomischer Systeme haben plattformbasierte Interaktionsbeziehungen stark an Bedeutung gewonnen. Hier werden zwei oder mehr Nutzungsgruppen durch eine dritte Seite, die Plattform, zusammengebracht. Die Interaktion wird in solchen zweiseitigen Märkten von den Plattformbetreibern kontrolliert. Kreditkartensysteme, Softwaremärkte oder werbefinanzierte Online-Communities stellen typische Beispiele dar. Da die Analyse von zweiseitigen Märkten mit Gleichgewichtsmodellen aufgrund der algebraischen Struktur des Problems in der Regel nicht praktikabel ist, präsentieren wir im vorliegenden Beitrag ein agentenbasiertes Modell, welches in einem kürzlich erschienenen Artikel ausführlicher diskutiert wird. Anhand von illustrativen Beispielen verdeutlichen wir die Implikationen eines agentenbasierten Ansatzes für die Innovationsökonomik im Allgemeinen und das Studium von Technologieentwicklung im Besonderen.

Veröffentlicht
18.12.2017
Zitationsvorschlag
GRÄBNER, C.; HEINRICH, T. Von Onlineplattformen und mittelalterlichen Märkten. TATuP Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis, v. 26, n. 3, p. 23-29, 18 dez. 2017.